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Juli 2007 - gedacht war das ganze quasi als meine Junggesellenabschiedstour. Am 11.August stand bei mir der "Termin" an und ich wollte vorher noch "ein letztes Mal" in Ruhe mit ein paar Freunden radeln gehen. Danke nochmal an euch alle - es war eine irre gute Woche Start und Ziel dieser Tour waren in Bozen im Etschtal. Die Route folgte zumeist den bekannten Traumtouren TransAlp-Etappen, wenn auch manchmal rückwärts. Sie lässt sich deswegen nicht komplett „stanciuen“ und macht ein paar „gegoogelte“ Schlenker (für die meisten Abschnitte hatte ich die GPS-Daten von GPS-tour.info ... verifiziert hatte ich die ganzen Daten später mit der digitalen Karte von Kompass für Südtirol). Das ganze war wie immer „abfahrtsorientiert“, d.h. mit relativ wenig schieben (ausser am Pfunderjoch und möglichst vielen Trails!. Insgesamt sind es etwa 11.000Hm (davon etwa 3.500 mit der Gondel!) und ca. 320km geworden … also durchaus machbar.
Diese Tour hat die folgenden 6 Etappen:
- Etappe 1: Bozen - Vöran* - Meran - Passeiertal - St. Leonhard
- Etappe 2: St. Leonhard - Jaufenpass* - Sterzing - Pfitsch
- Etappe 3: Pfitsch - Pfunderer Joch* - Vintl - Stephansdorf
- Etappe 4: Stephansdorf - Kronplatz* - Fanes - Limojoch - St. Kassian
- Etappe 5: St. Kassian - Pralongia - Arabba - Bindelweg* - Rif. Salei
- Etappe 6: Rif. Salei - Friedrich August Weg* - Seiseralm - Bozen
Der Termin für diese Tour war Sa 14. - Do 19. Juli 2007...die Woche mit dem absolut heissesten Wetter im ganzen Sommer! Los ging das ganze am Samstag früh ... mit dem Garda-Shuttle entspannt von München nach Bozen. Die Übernachtungen waren zumeist im Tal geplant. Genussfreudig wie ich bin, waren es eher kleine, nette Hotels mit schönen Duschen und lecker Abendessen (ca. €50,-/Nacht) - in unserem Alter hat man sich das bisschen Luxus ja verdient, oder? Highlights für mich waren sicher der trail vom Jaufenpass (*****), das Pfundererjoch (*****) und der Bindelweg (****). Tiefpunkte gab es nicht wirklich
Papierkarten
Für das Gebiet dieser Tour sind folgende Karten relevant:
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Hinweis: Natürlich ist nicht das gesamte Kartenprogramm aller Herausgeber katalogisiert. Deswegen ist die Liste evtl nicht vollständig und es fehlt die eine oder andere Karte.
Und es kann selbstverständlich auch vorkommen, dass man - wegen Überschneidung im Blattschnitt - mit weniger Karten auskommt!
GoogleMaps
Die GPX-Daten dieser Tour bestehen aus 1988 Punkten. Bei großen Touren werden aus performance-Gründen nicht alle Punkte in GoogleMap angezeigt!
Um die Positionsdaten anzuzeigen, einfach mit dem cursor über das Höhenprofil fahren.
Für diese Tour sind folgende 49 Wegpunkte vorhanden.
Bilder zur Tour
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Video
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Vielen Dank an Thomas fürs drehen und schneiden
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Infos zur Tour
- Tour Datum: 14.07.2007
- Author: martin
- geändert am: 16.01.2011
- Freigegeben:

- Aufrufe: 2705
Statistik
Distanz: 305km
Hm: 10432Hm
Max Höhe: 2570m
Dauer: 69:00h - tDB-index: 67.98 auf 6 Etappen
- Landschaft:
     - Kondition:
     - Technik:
    
Höhenprofil
Das Höhenprofile dieser Mehrtagestour
GPS Download
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GPX-TrackAlpencross 2007 
CRS-TrackAlpencross 2007 
PDF-Datei Alpencross 2007
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Wetter am Trailhead
Hier der aktuelle Wetterbericht für den trailhead der Tour: Bozen (302m)
Tue: Clear
Temperatur: 6°C
Wind: N at 14 mph
Wed: Chance of Rain
7°C bis 28°C
Thu: Clear
6°C bis 29°C
Fri: Clear
6°C bis 26°C
Anfahrt: Im Zentrum von Bozen am Hauptbahnhof geht die Tour los
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Etappe 1: Bozen - Vöran* - Meran - Passeiertal - St. Leonhard
14.07.2007
56km
1456Hm
Höhenprofil Etappe 1
Nach längerem hin-und-her war die Transport-Frage gelöst und wir hatten uns entschieden, den Shuttle-Bus nach Bozen zu nehmen. Insgesamt nicht ganz billig, aber bestimmt die vernünftigere Alternative als mit dem eigenen Auto zu fahren. Also ging es am Samstag früh um 5:00 in München am Hauptbahnhof los. 4 Stunden später saßen dann alle 8 erwartungsfreudig in Bozen (266m) im Etschtal, dem tiefsten und südlichsten Punkt der Rundtour, auf den Rädern und wir konnten unser erstes Ziel ansteuern ... das Cafe am Walther-Platz in Bozen! Um 10:00 dann so langsam in den Sattel ... zuerst hiess es wohl für alle sich an den Sattel, den Rucksack und die anderen Leute gewöhnen. Revier beschnuppern, nennt man das wohl. 6 Tage gutes Programm liegen vor uns. Weil aller Anfang schwer ist, hatte ich für den ersten Tag "was einfaches" ausgesucht: zuerst einmal 20km ganz locker in der Ebene einrollen und den Hintern langsam an die kommenden Strapazen gewöhnen. Dabei ging es auf dem ausgebauten Radweg entlang der Etsch parallel zur der Via Claudia Augusta in Richtung Meran bis Gargazzone. Um es nicht allzu anspruchsvoll werden zu lassen, haben wir dann dort die ersten 900Hm mit der Gondel von Burgstall bis hoch nach Vöran (1.129m) gemacht. Oben angekommen stieg dann etwas die Nervosität ... der erste Trail - ein technisch schwieriger Singletrail (S2/S3) mit viel blockigen Steinen und engen Kurven (Pfad Nr. 11 und dann auf die Nr. 1) - soll uns wieder runter bis nach Obermais kurz vor Meran (324m) bringen. Und dabei gleich das erste Malheur: Jörg steigt etwas ungeplant über den Lenker ab und bleibt mit dem Oberschenkel am Vorbau hängen ... das Ergebnis ist eine riesen Fleischwunde, die recht eklig aussieht und mir den Angstschweiss auf die gerunzelte Stirn treibt ... wie geht das wohl noch weiter?? Nach der etwas amateurhaften Erstversorgung meinerseits rollen wir den Rest des Trails runter (nicht ohne dass Jörg nochmal über den Lenker abgeht!) und suchen in Meran erst mal das Krankenhaus. Jörg lässt sich dort zusammentackern und bekommt den wohlgemeinten ärztlichen Rat, die Tour abzubrechen und sich am Montag nochmal untersuchen zu lassen. Aber Cowboy-Glassl hält das alles für völlig überzogen, besorgt sich lieber ein paar Mullbinden und Pflaster und zieht die nächsten 5 Tage auf einem Bein durch! AUA!! Nach der Pause (die zudem genutzt wurde einiges an Bier durchlaufen zu lassen und Gabi's Carbon-Edel-Cannondale auch einen Schnellspanner am Sattel zu spendieren) geht es weiter bei einer Mörderhitze (mittlerweile hat es über 40C) die letzten 20km auf dem Passeier Radweg durch alle Dörfer des Passeiertales mitten durch eine herrliche Landschaft bis nach St. Leonhard (688m). Für den ersten Tag hat das völlig gereicht. Gabi denkt sich seinen Teil und ist froh, den ersten Tag heil überstanden zu haben.
Hier ein link zu den Bildern zu dieser Etappe...
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Noch ein Bild für den "Vorher-Nacher-Vergleich"
Unterwegs zum ersten trail ... alle sind gespannt, wen es als erstes vom Rad purzelt
...and the winner is: Jörg! 4cm tiefe Fleischwunde ... aber kein Problem - nur ein Pflaster drauf und weiter geht's
Auf dem Passeier Radweg nach St.Leonhardt
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Etappe 2: St. Leonhard - Jaufenpass* - Sterzing - Pfitsch
15.07.2007
57km
2290Hm
Höhenprofil Etappe 2
Der 2te Tag ... natürlich gibt es erstmal Diskussion über das bevorstehende Program: ich hatte für diesen Tag sowohl den Jaufenpass als auch das Schlüsseljoch auf der Liste, obwohl mir ziemlich klar war, dass wir beides zusammen nicht schaffen werden. Aber wenn 8 große Jungs zusammen draussen spielen gehen, muss halt mal klar gestellt werden, wer den größten hat Also ran ans Werk! Da uns die Auffahrt am Jaufenpass auf der Strasse nicht besonders lohnenswert erscheint, versuchen wir den local Busfahren davon zu überzeugen, dass es überhaupt kein Problem ist, uns mit den 8 Rädern mitzunehmen ... ziemlich aussichtsloses Unterfangen kann ich da nur feststellen - er will davon nix wissen. Selbst Johannes - mit seinem sprichwörtlichen Charme - kommt da nicht weiter. Also dann doch den Jaufenpass rauf - Björn träumt zu dem Zeitpunkt immer noch davon, am Ende das Schlüsseljoch noch dranzuhängen ... na schau mal mal.
Von St. Leonhard (688m) geht es also weiter in Richtung Jaufenpass. Um dem Verkehr wenigstens ein bisschen zu entgehen, fahren wir zuerst in Richtung St. Anna über den Wanderweg E5, dann parallel zur Straße auf einer schönen Route durch das Waltental bis zum Wannser Hof (1.439m). Das waren schon mal 800Hm. Mittlerweile waren wir alle übereingekommen, Gabi nicht zu erzählen, dass an seinem Cannondale Carbon-racer eine X0 mit einem 32er Ritzel verbaut worden war. Aber da Gabi ja über eine aussergewöhnliche Kraftreserve verfügte (voll ökobasiert auf Weissbier aufbauend), hat ihm der fehlende Gang bergauf sicher nichts ausgemacht - einzig die stetig wimmernde Bremse schien ihn zu nerven. Nach einer kurzen Pause biegen wir von der Jausenstation links ab und folgen einem Wiesentrail parallel zum Hang, der dann allerdings unweigerlich an der Jaufenstraße mündet. Mittlerweile hat es sicher 35C und es heisst das letzte Drittel (ca. 800Hm, 8km) bis zum Jaufenpass hochkurbeln. Ich überlasse erstmal alle anderen ihrem Schicksal und mache mich auf und davon ... den Pass wäre ich gerne als erster oben. Das geht auch ein ziemliches Stück gut, doch irgendwann holen mich Philipp (die Wade) und Björn (die Lunge) ein. Zu dritt schraube wir uns Kurve um Kurve weiter rauf bis wir im immer dichter werdenden Wochenendverkehr steckenbleiben. Also umschalten auf "Mittleren Ring Modus" und zwischen den Autos und Motorrädern durch weiter nach oben. Irgendwann haben wir Philipp ein kleines Stück hinter uns gelassen und haben nur noch die Römerkehre vor uns. Ca 1km vor dem Pass springt dann Björn vom Rad und hat Krämpfe ... ich dehne ihm die Waden bis er schreit ... der Krampf war wohl doch eher im Oberschenkel. Hmm auch egal ... der ist jung und hält das schon aus 
Oben am Pass angekommen laufen dann in schneller Reihenfolge alle übrigen ins Ziel ein. Sogar Gabi schafft die Strapaze bis zum Jaufenpass (2.089m) in kaum mehr als 20min Abstand - Respekt!! Über Jörg verlier ich erstmal keinen Kommentar mehr - er war 5min nach uns oben ... das macht micht dann doch an meiner ganze Vorbereitung zweifeln. Beim nächsten mal steig ich auch auf Alkohol und Zigaretten und russische Mädels um Da oben am Pass der Wind ziemlich bläst, fahren wir erstmal auf einen Pfad das Stück runter zum Jaufenhaus (1.990m) und machen Mittag. Direkt hinter dem Jaufenhaus beginnt dann der 12km lange Trail auf dem Platschjochkamm, ein malerisch breiter Kamm in dessen Mitte ein Traktorweg (Weg 17/17A) verläuft. Den trail, der auf dem Kamm entlang über den weichen Almboden am Platschjoch vorbei bis zum Gostjöchl (1.799m) führt, hatte ich nach der Empfehlung von Mattes bei mtb-news.de gegoogelt. Hier war ich zum ersten mal richtig froh, das GPS dabeizuhaben ... denn alleine nur mit der Karte in der Hand und der schnwindligen Beschreibung hätten wir das Stück nie so runter gefunden. Es war irre auf dem zum Teil kaum sichtbaren Wanderweg einfach blind dem Gerät nachzufahren - wenn man sich mehr als 5m "verfahren" hatte, piepste das Ding. Perfekt! Die anderen 3 Jungs, denen ich oben am Pass den trail ebenfalls empfohlen hatte ("...einfach immer dem Pfad nach auf dem Kamm entlang..." ) stecken sicher immer noch irgendwo da oben in der Pampa ... sorry! Meine "Mitstreiter" hatten sich mittlerweile so dem Ding anvertraut, dass ich wirklich blind hätte sagen konnte "...in 5 m rechts den Hang runter.." und sie wären es gefahren. Der Trail, der zuerst nur mässig steil über Wiesen und schmale Wege hinab führt, war sicher eines der highlights! Da wir von oben bis unten nicht eine Spur gesehen hatten und uns teilweise durch's Gebüsch schlagen mussten, nehm ich mal an, dass er nicht zu den Alpencross-Hauptrouten gehört. Später dann wird er zunehmend steiler, wobei es sogar Philipp und Thomas mal ausnahmsweise dazu bewegt hat, den direkten Abstieg über den Lenker zu versuchen.
In Sterzing (950m) dann erstmal in die Eisdiele. Mitterweile war allen ziemlich klar, dass wir das Schlüsseljoch mit seinen Extra-1000Hm abhaken konnten. Es war schon 4:00 nachmittags und wir waren ziemlich platt nach den gut 1800Hm in der vollen Mittagshitze und dem 3h-trail bis hierhin. Selbst Björn machte keinerlei Versuche mehr, die anderen vom sidetrip übers Schlüsseljoch zu überzeugen. Irgendwann kramste Yenni die Karte raus und meint recht lapidar "...na gut - sind dann doch noch 500Hm bis hinter nach Pfitsch..."! Das Entsetzen in Gabi's Augen wird mir noch lange in Erinnerung bleiben. Irgendwie hatte ich das letzte Stück nicht mehr so ganz auf der Pfanne. Also rollen dann alle mehr oder minder motiviert noch die letzten 15km weiter ins Pfitschertal bis zum Pfitscherhof in Platz im Pfitschertal (1.450m) wo der lange Tag dann bei Unmengen von Schnitzel und Schweinebraten endet.
Hier ein link zu den Bildern zu dieser Etappe...
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Die ganze Truppe im Waltental in Richtung Jaufenpass
Björn und Thomas bei der Hangquerung in Richtung Jaufenpass
Wie ich mir das ganze vorgestellt hab? Genau so! 
erst mal entspannen - Thomas und Philipp ganz locker
viel breiter ist der trail auf dem Platschjochkamm nicht mehr geworden
Ein perfekter trail sieht so aus!
...und so! Ohne GPS kaum ein Chance den Weg zu finden .. aber egal bei den Aussichten
Bremsenservice bei Kamikaze-Jörg
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Etappe 3: Pfitsch - Pfunderer Joch* - Vintl - Stephansdorf
16.07.2007
54km
1464Hm
Höhenprofil Etappe 3
Am Morgen sind alle noch etwas steif vom letzten Tag. Von Pfitsch geht es die legendäre Schotterauffahrt (Weg 17A) 10 km und ca. 1.300 Höhenmeter mit einer durchschnittlichen Steigung von 15-18% (manche Rampen haben über 20%) hinauf zum Pfundererjoch. Hier oben liegt auch im Juli/August gerne mal noch Schnee (6 Tage vor unserem Trip hatte es oben noch 20cm geschneit!). Die Auffahrt auf der alten Militärstraße zum Pfundererjoch ist eine der berüchtigten (und das heisst wohl: "fiesen") Schlüsselstellen für alle Alpencross-Touren. Aber die Abfahrt runter ins Pfunderertal ist dafür eines der absoluten highlights! Jens, Thomas, Gabi und ich steigen recht schnell aufs Schieben um - da kann man sich deutlich besser unterhalten. Björn, Jörg und Philipp kommen auch bald auf den Geschmack. Einzig Johannes zieht das Ding durch und radelt hoch bis zur Brücke hinter der Großbergalm (1.930m) - Hut ab! Ab hier kann man noch gute 500m im Sattel machen, danach heisst es für alle das letzte Stück (ca. 2km/200Hm) bis zum Pfundererjoch (2.586m) – dem höchsten Punkt der Tour – schieben. Der Lohn der Mühe ist eine unglaublicher Blick auf den Alpenhauptkamm mit den 3500m hohen Gletschern des Hochferner und Hochfeiler als den beeindruckendsten Punkten. Johannes meint inzwischen, ich würde Gabi absichtlich jeden Tag bezüglich Strecke und Höhenmeter anlügen ... hmmm, na ja - nicht ganz. Ausserdem war Gabi mir ganz dankbar für den Schiebetag ... hat wohl den köll'schen Popsch etwas geschont. Da hier oben der Wind ganz schön pfeift, satteln wir schnell wieder die Pferde und machen uns fertig für die wilde Abfahrt mit wenig Schotter und viel Singletrail über die Geröllfelder der Weitenbergalm, die manchmal mehr nach einem angelegten bikepark anmuten. Irgendwo unterwegs meinte jemand einen Bären gehört zu haben - was die Höhenluft nicht alles anrichten kann! Zum Schluss geht es noch einige steile Serpentinen hinunter bis zur Weitenbergalm (2.040m). Hier gibt es erst mal ausgiebig Mittagspause. Dann weiter über Pfunders (1.134m) auf Alm- und Landstraße ins Weitental bis nach Niedervintl (756m) im Pustertal – insgesamt waren das dann fast 2.000Hm, davon fast 1.000Hm als Trail! Zum Abschluss des Tages, um noch ein paar Kilometer Strecke zu machen, geht es dann ab Niedervintl nochmal gemächlich ca. 20km entlang der Rienz auf dem Radweg an der südlichen Talseite in Richtung Bruneck. Jörg macht noch einen Ausreissversuch und prescht dem Rest davon... er hat echt noch nicht genug gehabt heute. Über Kiens und Ehrenburg geht es weiter bis Stephansdorf (900m), wo der 4te Tag endet. Unser Hotel hat noch nicht wirklich Saison ... irgendwie scheinen wir die einzigen Gäste zu sein und nur eine einzelne ältere Dame "kümmert" sich um uns. Na immerhin erlaubt sie mir an den PC an der Rezeption zu gehen - so kann ich die Bilder von der Kamera runterladen, da meine CF-Karte jetzt schon voll ist. Ausserdem mach ich mal lieber eine "Datensicherung" vom Garmin, da ich nicht weiss für wieviele Tage er Platz hat den track zu speichern.
Hier ein link zu den Bildern zu dieser Etappe...
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Philipp und Jörg zu Fuss zum Pfundererjoch
Gabi schon fast oben - im Hintergrund das Schlüsseljoch
Johannes treibt die Meute vor sich her in Richtung Pfundererjoch
Am Pfunderer Joch - hinten die Wilde Kreuzspitze und dazwischen das Sandjoch über das ich im August bei meiner Tour zurückgekommen bin
alle ganz oben - im Hintergrund die Gletscher des Hochfeilers
Jens auf den engen Serpentinen mit Steilwandkurven runter zur Weitenbergalm
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Etappe 4: Stephansdorf - Kronplatz* - Fanes - Limojoch - St. Kassian
17.07.2007
56km
2564Hm
24:40h
Höhenprofil Etappe 4
Am Morgen steht erst mal das übliche Serviceprogramm auf dem Zettel. Gabis hightech Carbon-Fully hat sich als "noch nicht gut eingefahren" erwiesen. Die Schrauben an den Hinterbaulagern waren locker und die Bremsen quietschen jämmerlich ... aber dann hat man wenigstens sein Wimmern bei den Anstiegen nicht mehr gehört Also weiter in Richtung der Dolomiten.
Als Schmankerl machen wir ab Reischach (900m) wieder mal „Altherrenvariante“: mit der 8er-Kabinenbahn geht es unbeschwert bis hoch auf den Gipfel des Kronplatz (2.273m). Die Gegend um den Kronplatz besticht wohl nicht unbedingt durch unverbaute landschaftliche Schönheiten, aber man hat schon die ersten Ausblicke auf die Sellagruppe, den Heiligkreuzkofel und die Marmolada. Und uns lockt ein weiterer perfekter Panoramatrail (Weg 8/8A/12A) über Moosener Kaser und Prades bis runter nach Enneberg. Auch hier zeigt es sich wieder, wie wertvoll das GPS war: der trail zweigt in einer Rechtskurve vom Schotterweg ab - keine Chance den Abzweig zu finden, wenn man einfach bergab fährt und auf ein Schild wartet. Einzig der Pieps und die Tatsache, dass wir 10m vom Kurs runter waren sagt mir, dass es links ab hätte gehen müsste .. doch auch ich zweifle ein bisschen da ich nicht so sicher bin, ob ich die Strecke richtig ausgemessen hatte. Philipp und Björn sind zudem an dem Abzweig vorbeigerauscht und ich überleg schon, das ganze von der Liste zu streichen. Gottseidank klettert dann Jens schnell zu Fuß auf den Hügel und sucht den sagenumwobenen Weg 8 ... 150m weiter wird er fündig: ein handtuchbreiter Pfad! Der Singletrail führt locker über schönen weichen Waldboden immer in Richtung Westen bis wir irgendwann an der Schotterstrasse in Richtung Enneberg rauskommen. Jauchz!
In St. Vigil treffen wir zum ersten mal auf den Tross der Transalp-Challenge. Ca. 1000 Fahrer reisen mit unglaublichem TamTam 8 Tage quer durch die Alpen. Wir machen nur kurzen pitstop und ziehen weiter gemütlich durch das Rautal in Richtung Pederü-Hütte (1.540m). Wie mittlerweile üblich hatte ich die 15km als "fast flach" beschrieben ... dass es dann doch noch 400Hm Anstieg bis zur Pederü-Hütte waren, hatte ich vergessen Nach der Pederü hiess es dann in der unglaublichen Affenhitze bei fast 40C die steile Schotterauffahrt zur Fanes hochkurbeln. Auch hier bildet sich schnell wieder eine Spitzengruppe aus Philipp, Björn und mir. Aber eigentlich lohnt sich der ganze Aufwand nicht wirklich, denn wie immer kommen alle innerhalb von 20min oben an. Von der Fanes-Hütte sind es noch einmal ca. 100 steile Hm bis zum Limojoch (2.172m). Hier oben mitten in den Dolomiten im Naturpark Fanes Sennes Prags hat man einen tollen Blick rings herum auf die herrlichen Dolomitengipfel (Tofane, La Varella, Neuner und Zehnerkofel, Seekofel usw.). Dann geht es mit ganz wenig Steigung am Kleinen Limosee vorbei, durch das große Fanestal, mit Sicherheit dem schönsten Hochtal der Alpen (Weg 11) zur Großfanes Alpe. Die Landschaft hier oben beeindruckt alle ... wenn man nur ein wenig mehr Zeit gehabt hätte zum schauen. Weiter zum Col d’Locia (2.069m) von wo es dann wieder sehr steil bergab geht - man muss ca. 150Hm runter tragen oder seinen Kopf riskieren, was nur für Björn die verlockendere Variante erschien. Zum Schluss ging es dann nochmal einen z.T. anspruchsvoller Trail mit viel Kies und Stein, aber auch Wiesen bis zur Capanna Alpina wo wir rechts nach St. Kassian (1.600m) hinunter abbiegen, um ganz gediegen in unserer Luxusherberge mit stinkenden Socken zum 5-Gänge-Menü einzufallen.
Hier ein link zu den Bildern zu dieser Etappe...
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Am Kronplatz - die ersten Blicke in Richtung Dolomiten
Kurz vor Enneberg - Blick auf Heiligkreuzkofel, Marmolada und Sella. Ganz rechts sieht man den Peitlerkofel
500 steile Höhenmeter auf losem Schotter bei 35C im Schatten - die Auffahrt zur Fanes
Gabi am Limojoch - Cannondale sei Dank
Kurz vor dem Col d'Locia - Blick auf die Marmolada mit dem Pordon-Kamm davor
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Etappe 5: St. Kassian - Pralongia - Arabba - Bindelweg* - Rif. Salei
18.07.2007
33km
2177Hm
38:40h
Höhenprofil Etappe 5
Heute können wir einmal etwas später losfahren, denn wir haben eine relativ kurze Etappe vor uns und das highlight des Tages - den Bindelweg - sollte man eh erst am späten Nachmittag fahren. Um uns einen "Ruhetag" zu gönnen, entschliessen wir uns, dem Tipp der freundlichen Bedienung zu folgen und mit der Gondel von St.Kassian auf den Piz Sorega (2.002m) zu fahren. Nur Philipp und Björn wollen sich unverdrossen das ganze Programm geben. Bei St. Kassian (1.550m) geht es dabei zuerst eine Skipiste entlang und dann auf einem Steig (Weg 22) die 7km Schotter hinauf zur Pralongià (2.139m). Dort oben dann ganz großes Kino mit 360°-Rundumblick auf die Geisslergruppe mit dem Sassongher, Heiligkreuzkofel, Fanes, die Sellagruppe und die Gletscher der Marmolada-Nordseite. Wer Spass an einem schönen Blick hat, der muss einmal hier rauf gefahren sein, denn einen schöneren Flecken gibt es wohl kaum. Oben an der Pralongià-Hütte treffen wir uns alle wieder und fahren auf der Grenze zwischen Südtirol und dem Trentino eine kurze steile Schotterabfahrt hinunter bis zum Inzija Pass (1.920m). Hier gibt es eine kurze Pause, um die Gelegenheit zu nutzen und den Fahrern der TransAlp-Challenge zuzuschauen, wie sie den steilen Schotterweg runterheizen. Man sieht die Unterschiede zu unserer Fahrtechnik schon deutlich. Vom Inzija Pass geht es dann nach einem kurzen Gegenanstieg auf dem flowigen und schnellen Trail Nr.3 hinab zum Passo Campolongo, wo wir links vor der Sella-Gruppe mit ihren vielen Gipfel und Türmen nach Arabba (1.601m) abbiegen und bis hinunter ins Tal wieder auf einem Trail fahren (Weg 638).
In Arabba ist wieder grosses TransAlp-Gedöns - es ist gerade Zieleinlauf der heutigen Etappe. Wir entfliehen dem Auflauf und nehmen die Gondel hoch zur Porta Vescovo (2.478m). Hier beginnt der 6km lange Bindelweg, einer der Top10 Bike Trails der Welt! Dieser Abschnitt ist das Panorama-Highlight der gesamten Tour. Wo früher die Maultiere Brot transportierten, befindet sich heute eine der schönsten Bike-Strecken der Welt. Wie eine Höhenlinie schlängelt er sich fast eben und ohne fahrtechnische Schwierigkeiten (ausser den Auweichmanövern für etwaige Wanderer) entlang des Padonkammes zwischen den schroffen Felstürmen der Sella-Gruppe und der Marmolada, dem höchsten Berg der Dolomiten. Hier noch einmal einen grossen Dank an die italienischen Wanderer! So viel Toleranz unserer großen MTB-Truppe gegenüber war einfach brilliant!
Der spektakuläre Trail endet auf Höhe des Pordoijochs am Rif. Fredaola, wo wir uns links/geradeaus über Trails hinunter zum Refugio Belvedere (2.300m) halten. Hier hat man schon einen tollen Ausblick auf das gegenüberliegende Sellajoch, dem Ziel unserer heutigen Etappe. Es geht weiter über die Skipiste und ein Stück MTB-downhill-Piste zum Albergo Pordoi. Dort heisst es dann noch ein kleines Stück auf der Straße bis zum Abzweig eines kurzen Trailabschnitt, der querbeet etwas experimentell bis zum Pian Schiavaneis geht. Wir hatten uns entschlossen, die Strasse rauf bis zum Sellapass zu fahren und nicht über den Weg 655 ab dem Rif. Lupo Bianco. Also wieder die Wasserflaschen auffüllen und dann rechts ab und hinauf zum Sellajoch (2.100m). Mittlerweile rollt es bei allen so gut, dass Jörg, Johannes und Jens sich sogar einen guten Teil im Wiegetritt ein Rennen liefern. Auch Gabi hat mittlerweile an der Kurbelei seinen Spass gefunden und zieht gemütlich die Kurven rauf zum Pass. Vom Pass geht es dann noch 2-3 Kurven runter bis zum Abzweig zum Rif. Salei, wo der 5te Tag endet.
Hier ein link zu den Bildern zu dieser Etappe...
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Auf dem Weg zur Pralongia-Hütte ... einer der schönsten Rundum-Blicke überhaupt. Hier mit dem Heiligkreuzkofel
Zuschauen ist auch schön - TransAlp-Challenge an der Pralongia
Transalp-Challenge an der Pralongia
Das Panorama-Highlight der Tour - der Bindelweg
Auf dem Bindelweg - im Hintergrund die Marmolada
Am Rifugio Belvedere - der Blick auf das gegenüberliegende Sellajoch mit Langkofel und unserem Ziel für heute
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Etappe 6: Rif. Salei - Friedrich August Weg* - Seiseralm - Bozen
19.07.2007
50km
480Hm
05:40h
Höhenprofil Etappe 6
Der letzte Tag. Heute stehen nur ca. 500Hm auf dem Programm ... aber dafür fast 2.500Hm Abfahrt! Zuerst gibt's den Friedrich-August-Weg, nochmals einen der vielen schönen Trails der Dolomiten. Der Friedrich-August-Weg ist einer der klassischen Wanderwege (557) der Dolomiten und dementsprechend gut von Wanderern frequentiert. Deswegen versuche ich - sehr zum Leidwesen von Philipp - mal wieder alle zu motivieren, sehr früh aufstehen, um der rot-karierten Fraktion zu entgehen. Ausserdem sollten wir gegen ca. 14:00 schon in Bozen sein, um unseren shuttle zu kriegen. Ich hätte ja nix gegen 7:00 losfahren gehabt, aber da konnte ich mich doch nicht ganz durchsetzen 
Der Friedrich-August-Weg führt vom Sellajoch über rund 5 km in einem ständigen bergauf und bergab mit vielen kurzen Tragepassagen durchsetzt über die Friedrich-August-Hütte (2.298m), das Rif. Sandro Pertini und die Plattkofelhütte (2.200m) bis zur Dialer Hütte am Passo Duron (=Mahlknechtsjoch 2.168m) immer an der Hangkante des Langkofels entlang. Der Trail ist durch seiner zahlreichen kurzen Gegenanstiege nicht besonders flüssig fahrbar. Aber dafür entschädigt der unglaubliche Blick. Linkerhand hat man ständige Aussicht auf das Val Duron, dahinter der Rosengarten und vor uns liegen die Rosszähne. Kurz hinter der Plattkofelhütte hat man dann den Ausblick über die gesamte Seiseralm ... Panorama pur! Heute schreiben Björn und ich uns noch auf der Liste der "über-den-Lenker-Absteiger" ein ... aber nach 6 Tagen darf das auch sein.
Am Passo Duron gibt es noch einmal einen kurzen Gegenanstieg zur Seiser Alm Hütte. Dann heißt es auskuppeln und genüsslich runter zur Seiseralm (1.844m) rollen. Nach der Seiseralm verlassen wir bald wieder die Straße und befahren einen schmalen technisch sehr ausgebufften Trail (Weg 9) in Richtung Bad Ratzes (1.212m). Auch hier ist der Weg offensichtlich schon lange nicht mehr befahren oder begangen worden. Wir kämpfen uns teilweise durch meterhohes Gras.
Aber irgendwann ist Schluss - statt dem weiterführenden Wanderweg 3 (Weiherweg) bis zum Völser Weiher (1056m) zu folgen, cruisen wir auf der Strasse ab Seis mit Tempo 50 bis runter nach Ums (900m). Dann geht es die letzten 10km auf Radwegen über Blumau und Kardaun noch zurück zum Ausgangspunkt nach Bozen (266m).
Alles in allem hoffe ich, dass euch die 6 Tage genauso viel Spass gemacht haben, wie mir. Bis zum nächsten Mal dann 
Hier ein link zu den Bildern zu dieser Etappe...
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Der Friedrich-August-Weg .. unser letzter Wegabschnitt vor der Seiser Alm
Kurz vor der Plattkofelhütte...im Hintergrund die Rosszähne
Johannes am Mahlknechtjoch
Geschafft! Vielen Dank euch 7 für die prima Woche ... besser hätte mein Junggesellenabschied nicht sein können = 
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Kommentare
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Kommentare
Wir ( sieben Senioren ) werden sie im September nachfahren.
Eine Frage zur Navigation. Hast Du Karten für das Gps Gerät von Garmin benutzt? Du führst nur Kompass un Tabacco Karten auf. Sind aber Papierkarten.
Ich habe das 60 Csx und meines Wissens gehen da nur die Garmin karten.
Vielejn Dank
...ach - die Dolomiten sind schon Klasse ... da hat man immer eine prima Alternative
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martin