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tourDB - Tour anzeigen Skitour Silvretta Skidurchquerung 2010 - Rund um den Piz Buin
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Skitouren und Freeride-tracks
 Silvretta Skidurchquerung 2010 - Rund um den Piz Buin

Diese Tour hatten Björn, Rainer und ich uns - nach viel Hin-und-Her-Planerei - für April dieses Jahr vorgenommen. Es sollte schon eine Tour mit veritablen Abfahrten sein, aber dann doch keine ausgewachsene Hochgebirgstour - da erschien uns diese Runde ideal... Die Route ist eine der klassischen Skidurchquerungen mit zahlreichen Dreitausendern und zum Teil langen Abfahrten. Die Runde erfordert jedoch auch gute Kondition und etwas Skitourenerfahrung. Man muss sich auch nicht sklavisch an unsere Route halten - die Silvretta bietet endlos Variationsmöglichkeiten.

Diese Tour hat die folgenden 5 Etappen:

  • Etappe 1: Ischgl - Palinkopf - Zeblasjoch - Piz da Val Gronda* - Heidelberger Hütte
  • Etappe 2: Heidelberger Hütte - Zahnjoch* - Futschöl - Jamtalhütte
  • Etappe 3: Jamtalhütte - Ochsenscharte - Dreiländerspitz* - Wiesbadener Hütte
  • Etappe 4: Wiesbadener Hütte - Ochsenscharte* - Vermuntscharte - Tuoi Hütte
  • Etappe 5: Tuoi Hütte - Jamscharte - Jamspitze* - Jamferner - Galtür

Von Ischgl geht es in 5 Etappen immer westwärts quer durchs Silvrettagebiet bis nach Galtuer Infos unter für die ersten 3 Tage und noch eine kleine Variante dazu und offline das Buch und der Silvretta-Fuehrer und wer es ganz "old-school"-mässig mag, dem sei noch das Video empfohlen Wink

Sofern man einen der rumstehenden Gipfel anpeilt, sollte das komplette set aus Pickel, Steigeisen, Seil dabei sein. Spaltengefährdete Stellen sind nur wenige dabei (Ochsengletscher..)

Infos unter anderem bei aStore linkBruckmann - Die schönsten Skidurchquerungen in den Alpen

Papierkarten

Für das Gebiet dieser Tour sind folgende Karten relevant:

Um sich das abgedeckte Gebiet einer Karte anzeigen zu lassen, einfach auf Karte auf GoogleMap anzeigen neben der entsprechenden Karte klicken! Das Gebiet wird dann unten in GoogleMaps angezeigt.

Hinweis: Natürlich ist nicht das gesamte Kartenprogramm aller Herausgeber katalogisiert. Deswegen ist die Liste evtl nicht vollständig und es fehlt die eine oder andere Karte.

GoogleMaps

Die GPX-Daten dieser Tour bestehen aus 976 Punkten. Bei großen Touren werden aus performance-Gründen nicht alle Punkte in GoogleMap angezeigt!

Um die Positionsdaten anzuzeigen, einfach mit dem cursor über das Höhenprofil fahren.

Für diese Tour sind folgende 22 Wegpunkte vorhanden.

Bilder zur Tour

Hier ein link zu den Bildern zu dieser Tour...

Infos zur Tour

  • Tour Datum: 08.04.2010
  • Author: martin
  • geändert am: 28.01.2011
  • Freigegeben: published
  • Aufrufe: 1080
  • Tooltip

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Statistik

Österreich Schweiz 
  • Distanz Distanz: 63km
  • Hm Hm: 5680Hm
  • Max Höhe Max Höhe: 3161m
  • Dauer Dauer: 03:00h
  • tDB-index: 61.48 auf 5 Etappen Tooltip
  • Landschaft: * na ja** nicht schlecht*** prima**** richtig klasse***** top
  • Kondition: * Einfach** Mässig*** Mittel**** Schwer***** Sehr schwer
  • Technik: * WS - wenig schwierig/ab 30° (kürzere Rutschwege, sanft auslaufend überwiegend offene Hänge mit kurzen Steilstufen. Hindernisse mit Ausweichmöglichkeiten (Spitzkehren nötig) Engpässe kurz und wenig steil)** ZS - ziemlich schwierig/ab 35° (längere Rutschwege mit Bremsmöglichkeiten (Verletzungsgefahr) kurze Steilstufen ohne Ausweichmöglichkeiten, Hindernisse in mässig steilem Gelände erfordern gute Reaktion (sichere Spitzkehren nötig) Engpässe kurz, aber steil)*** S - schwierig/ab 40° (lange Rutschwege, teilweise in Steilstufen abbrechend (Lebensgefahr) Steilhänge ohne Ausweichmöglichkeiten. Viele Hindernissen erfordern eine ausgereifte und sichere Fahrtechnik Engpässe lang und steil. Kurzschwingen für Könner noch möglich)**** SS - sehr schwierig/ab 45° (Rutschwege in Steilstufen abbrechend (Lebensgefahr) allgemein sehr anhaltend steiles Gelände. Oft mit Felsstufen durchsetzt. Viele Hindernissen in kurzer Folge Engpässe lang und sehr steil. Abrutschen und Quersprünge nötig)***** AS - ausserordentlich schwierig/ab 50° (äusserst ausgesetzt äusserst steile Flanken oder Couloirs. Keine Erholungsmöglichkeit in der Abfahrt Engpässe lang und sehr steil, mit Stufen durchsetzt, nur Quersprünge und Abrutschen möglich)

Höhenprofil

Das Höhenprofile dieser Mehrtagestour

profile

GPS Download

Um die Tour-Daten herunterzuladen, müssen Sie mindestens Registriert sein

Downlad als GPX-Datei
GPX-Track
Silvretta Skidurchquerung 2010 Tooltip
DOWNLOADCRS
CRS-Track
Silvretta Skidurchquerung 2010 Tooltip

Bislang wurde diese Tour 3mal heruntergeladen.

Wetter am Trailhead

trailheadHier der aktuelle Wetterbericht für den trailhead der Tour: Ischgl (1621m)

i.A. keine Wetterdaten von Google verfügbar


Anfahrt: Mit dem Auto nach Ischgl

Etappe 1: Ischgl - Palinkopf - Zeblasjoch - Piz da Val Gronda* - Heidelberger Hütte

DATE 08.04.2010 Distanz 18km Hm 2378Hm Dauer 03:20h Höhenprofil Höhenprofil Etappe 1

Der Tag ging erst mal turbolent los: Björn rief um 6:30 an und meinte, dass Rainer nicht mitkommt. Sein Huf ist im Eimer ... puhhhhhhh. Nach etwas hin-und-her entschieden wir uns, zu zweit loszufahren und darauf zu hoffen, dass Rainer am nächsten Tag doch noch nachkommen würde.

Also auf nach Ischgl! Mit dem Auto ist man von München in ca. 2.5h da. Ziemlich komfortabel. Dann noch ein paar letzte Besorgungen und los geht es. Das Wetter war perfekt und auch die Vorhersage für die nächsten Tage liess uns hoffen.

Mein Favorit für den Zustieg zur Heidelberger Hütte war die Mädchenvariante - es geht mit der Gondel rauf zur Idalpe und über Lift/Piste weiter zum Palinkopf. Dort eine kurze Abfahrt (80) bis zum Zeblasjoch (2539m). Dann Anfellen und ca. 400Hm rauf zum Piz da Val Gronda (2812m). Oben an der schweizer Grenze dann die erste Bestandsaufnahme: Blasen wird es geben und zwar nicht wenige ...

Bei der Abfahrt runter ins Fimbatal haben wir uns ein wenig zu weit rechts gehalten. Statt der direkten Abfahrt runter zur Hütte mussten wir recht viel am Hang unterhalb des Davo Sasse bis zur Heidelberger Hütte (2264m) queren. Zum Abschluss des Tages dann noch ein Bierchen in der Sonne vor der Hütte, in der wir bei internal linkmeinem ersten AX schon mal übernachtet hatten.

Alternativen

  • den langen Hatsch von Ischgl durchs Fimbatal bis zur Hütte (5h)
  • vom Palinkopf runter über die Piste zur Gampenalpe und dann das letzte Stück auf Skiern bis zur Hütte wandern

Hier ein link zu den Bildern zu dieser Etappe...


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Einstieg in Ischgl
Der Aufstieg zum Piz da Val Gronda
Björn und der Gardaknoten - Anleitung per iPhone. Ob das auch in der Spalte funktioniert? Wink

Etappe 2: Heidelberger Hütte - Zahnjoch* - Futschöl - Jamtalhütte

DATE 09.04.2010 Distanz 9km Hm 695Hm Dauer 04:40h Höhenprofil Höhenprofil Etappe 2

Der zweite Tag brachte dann eine imposante und landschaftlich reizvolle Ski-Hochtour ... nur nicht ganz auf der geplanten Route Wink Eigentlich wollten wir übers Kronjoch zum Grenzeckkopf ... aber irgendwie sind wir beim Aufstieg früh morgens von der Heidelberger Hütte (2264m) durchs Davo Dieu vom Weg abgekommen ("guck mal da unten laufen die anderen?!") und fanden uns auf der Spur zum Zahnjoch wieder. Auch egal ... dann halt hier lang, da ist eh weniger los.

Oben am Zahnjoch (2947m) angekommen, machten wir erst mal ausgiebig Pause. Wir waren noch viel zu früh dran und von Firn war noch keine Spur. 1.5h später dann los: zuerst die SW-Hänge des Fluchthorns runter ins Futschöl bis zum Finanzerstein und dann auf der linken Talseite haltend mit etwas Geschiebe bis zur Jamtalhütte (2165m).

Mittlerweile war Rainer auch auf der Jamtalhütte angekommen und wartete schon auf uns auf der Veranda - prima! Den Nachmittag auf der Hütte gestalteten wir noch mit ein paar Übungen zum Thema Spaltenbergung ... na hoffentlich brauch ich das nie in echt

Alternativen

  • übergang übers Kronjoch

Hier ein link zu den Bildern zu dieser Etappe...

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Blick runter ins Davo Dieu - eigentlich hätten wir da unten lang wollen
Mittagspause über dem Futschöl - warten auf den Firn
"Brettlschlepper" Wink

Etappe 3: Jamtalhütte - Ochsenscharte - Dreiländerspitz* - Wiesbadener Hütte

DATE 10.04.2010 Distanz 9km Hm 1022Hm Dauer 05:30h Höhenprofil Höhenprofil Etappe 3

Tag 3 begann wieder bei herrlichstem Wetter - nur die Vorhersage für den Rest der Tour war mittlerweile nicht mehr ganz so gut. Von der Jamtalhütte (2165m) ging es über den Jamtalferner nach Südwesten bis rauf zur Oberen Ochsenscharte (2913m).

Natürlich wollten wir es uns nicht entgehen lassen, die Dreiländerspitz (3197m) zu besteigen. Der Zustieg zum Skidepot war ein bisschen haarig, weil die steile NW-Flanke recht abgefahren war und keine ordentliche Aufstiegsspur mehr zu finden war. Oben angekommen, dann aufgerödelt mit Steigeisen und Seil und losgestiegen. Nach ca. 50Hm fingen uns von unten die aufsteigenden Wolken ein. Ich beschloss ziemlich bald für mich, dass ich mich auf dem Grat nicht wirklich wohl fühlte und angesichts des aufziehenden Wetters auch keinen rechten Sinn darin sah, witer nach oben zu kraxeln. Die beiden anderen gaben mir nach und wir stiegen unverrichteter Dinge wieder zum Depot ab. Es kam wie es kommen musste: die Wolken verzogen sich wieder und der blaue Himmel strahlte wieder über uns ... sorry!

Die Abfahrt dann auf den Vermuntgletscher bis runter zur Wiesbadener Hütte (2443m) war relativ ereignislos. das Stück ist recht kurz und einfach zu fahren.

Alternativen

  • Übergang über die Tiroler Scharte

Hier ein link zu den Bildern zu dieser Etappe...


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Die Obere Ochsenscharte
Seilschaft auf dem Weg auf die Dreiländerspitze
Björn und Rainer

Etappe 4: Wiesbadener Hütte - Ochsenscharte* - Vermuntscharte - Tuoi Hütte

DATE 11.04.2010 Distanz 7km Hm 577Hm Dauer 04:40h Höhenprofil Höhenprofil Etappe 4

Für Tag 4 hatten wir uns eigentlich den Aufstieg über den Ochsengletscher zum Piz Buin vorgenommen. Doch es kam, wie es kommen musste: am Morgen war dichter Nebel und wir waren uns schnell einig, dass der Weg über den Gletscher bei dem Wetter uns nicht geheuer war. Also hatschten wir von der Wiesbadener Hütte (2443m) erst mal zurück rauf zur Ochsenscharte, um zu sehen, was das Wetter macht.

Yippie! Fast zeitgleich als wir oben ankamen, rissen die Wolken auf und wir standen unter blauem Himmel vor den weiten Gletscherhängen, auf die es auch noch zu allem Übel 20cm Neuschnee gebracht hatte Very Happy An Abbrechen war also kein Gedanke mehr - stattdessen querten wir unterhalb der Dreiländerspitze nach SW rüber zur Vermuntscharte und fuhren gen Süden über phantastiche Firnhänge zur Tuoi Hütte (2250m) ab Very Happy dickes Grinsen!

Alternativen

  • Egghornlücke (3047m). Hier hat man die Möglichkeit auch noch das Silvrettahorn (3244m) mitzunehmen... Dann 100Hm zu Fuss nach Norden über die Rote Furka (2688m). Abfahrt möglichst hoch unterhalb der Sonntagsspitze (lawinengefährdet!) ins Verhupftäli, dann kurzer Gegenanstieg zum Litzner Sattel (2702m). Zum Schluss kurze Abfahrt runter zur Saarbrückner Hütte (2538m)

Hier ein link zu den Bildern zu dieser Etappe...

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An der Oberen Ochsenscharte
Powder auf dem Vermuntgletscher
An der Vermuntscharte
Abfahrt zur Tuoi-Hütte - der Piz Buin im Hintergrund

Etappe 5: Tuoi Hütte - Jamscharte - Jamspitze* - Jamferner - Galtür

DATE 12.04.2010 Distanz 19km Hm 1009Hm Dauer 06:50h Höhenprofil Höhenprofil Etappe 5

Unser Glück mit dem Wetter setzte sich fort: bei strahlendem Sonnenschein (und Eiseskälte) stapften wir früh morgens von der Tuoi Hütte (2250m) los in Richtung Osten zur Jamscharte. Ich hätte einiges darum gegeben, wenn ich diesen Hang an dem Tag hätte runter fahren können! Ein Traum von fast 1000Hm Pulver!

Oben an der Jamscharte (3100m) angekommen, stellte sich die Frage, wie rüberkommen? Die Scharte war recht vereist/verschneit und klettern war angesagt. Rainer stapfte todesmutig voraus und kletterte mit Rucksack die kniffligen 5m hoch ... mir war nicht ganz wohl zumute als ich sah, wie er das Ding raufkletterte. Als er von oben das Seil zum Sichern runterwarf, konnte man die Steine richtig poltern hören, die Björn und mir vom Herzen fielen Wink mit Sicherung war es immer noch kein Kinderspiel, aber immerhin konnte man nicht mehr den steilen Vadret Tuoi runterpoltern.

Der kurze Ausflug rauf auf die Hintere Jamspitze (3150m) war dann nur noch die Kür. Dann ein letzter Blick rundrum über die Silvretta bevor es auf 1000Hm Pulverabfahrt runter ins Jamtal ging. Ein Traum!! Ab der Jamtalhütte dann auf dem Winterweg mit wenig schieben bis runter nach Galtür, wo Rainers Auto stand.


Ein Fazit: das war eine absolut geniale Tour! Wir hatten unglaublich Glueck mit dem Wetter und den Bedingungen. Es gab (ausser der Jamscharte) keine knifflige Situation und ich fand wir haben prima zusammengepasst ... Very Happy Aus der "Durchquerung" ist mehr ein "Kreuz-und-Quer" geworden, aber was solls? Die Silvretta bietet unendlich viele Möglichkeiten zur Variation und ich denke, da fahr ich nochmal hin!

Hier ein link zu den Bildern zu dieser Etappe...


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Die Jamscharte im Blick
Auf dem Vadret Tuoi
Jamscharte - Rainer beim Kraxeln
Abfahrt über den Jamferner - speedrun

Kommentare

Hier könnt ihr einen Kommentar (Warum gerade diese Tour? Wieso bei mir auf der Seite und nicht z.Bsp. beim mountainbikeMagazin?...), aktuelle Infos (Hütten? Zustand der Tour? Fehler in meiner Tourenbeschreibung) zu dieser Tour oder zu meiner Seite allgemein abgeben. Jegliches feed-back ist willkommen Smile !

Kommentare 

 
0 # Björn 2010-04-07 01:00
Morgen gehts endlich auf die Silvretta Durchquerung.
Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren
 
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