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Home Tools&Equipment Hardware Lauf der Technik - 15 Jahre mountain-biken
09
Sep
2016

Lauf der Technik - 15 Jahre mountain-biken

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(3 - user rating)

Beim Durchsehen von meinen alten Bildern bin ich auf dieses Material hier gestossen Very Happy daraus ergab sich irgendwie meine kleine, ganz persönliche Geschichte des mountain-bikens. Wie die Zeiten sich doch ändern.

Klein Pulse Race2001 bin ich das erste Mal mit dem Fahrrad auf/über einen nennenswerten Berg in den Alpen unterwegs. Wir hatten bei fit-for-fun einen trip für eine Woche im Engadin gewonnen: die internal linkbike-Gourmet Tour. Da ich aber außer meinem Klein Pulse Race (Model von 1997 oder 1998?) mit Rock Shox Indy XC Gabel kein passendes Radl habe, leihe ich mir vor Ort ein Cannondale mit einer Lefty-Gabel. Was für ein Erlebnis! Weitere technische Details weiss ich nicht mehr, aber hier beginnt eine spontane Liebe zum fahrradfahren in den Bergen. In den folgenden Jahren kommen etliche Wochenenden am Gardasee und ein paar kleinere Ausflüge hier in den Bayrischen Voralpen dazu. Alles noch sehr gesittet und zumeist von Moser geroutet. An einen "Alpencross" denke ich da aber noch nicht - sowas liegt noch völlig außerhalb meines Horizonts ("Sind die komplett wahnsinnig? Das schaff ich doch nie!"). Doch irgendwann ist es dann soweit...

2005 der erste Alpencross - ich mache die Klassikroute internal linkOberstdorf-Torbole auf einem Storck Adrenalin (Modell von 2002). Mein erstes fully! Das ging damals nach einem bike-Test günstig her. Die 4-Gelenker-Geometrie war zwar nicht wirklich trail-tauglich aber die massive Schwinge und die Stahlfederdämpfung waren ein echter Hingucker. Vorne war eine Manitou mit 100mm Federweg (?) verbaut ... aber irgendwie ging das auch! Mountainbike "fahren" konnte ich damals eigentlich nicht, aber ich war voller Begeisterung, trug Lycra-shorts und fuhr mit clicks. Gebremst wurde mit den Magura HS-33 und der Vorbau war sicher 12cm lang. Steile Stücke fährt man vorzugsweise gaaaaanz hinten. Die Folge: das vordere Laufrad muss nach einem Sturz im Verlauf der Tour getauscht werden. Planung und Navigation auf der Tour erfolgte mit einem elektronischen Tacho und den ausgedruckten roadbooks von Stanciu. Um evtl. noch ein paar Gramm einsparen zu können (mein Rucksack hatte eh schon 13kg!) bin ich ohne Socken gefahren. Whow, haben meine Füße da gestunken. Johannes muss gedacht haben, da verfaulen Ratten unterm Tisch Very Happy

2005 - Storck

2005 dann gleich noch ein zweiter Alpencross, diesmal mit Jens und Olaf. Unsere Route geht internal linkvon Imst an den Gardasee, fahren tu ich auf einem Testbike, das Olaf in der Redaktion aufgetan hatte: ein Centurion Backfire LRS Carbon. Die Scheibenbremsen war natürlich der Luxus pur! Nur die Konstruktion des Dämpfers war etwas fragwürdig, funktionierte aber für einen Tourer ziemlich gut. Der Name des Manitou SPV 3-Swinger klingt verheissungsvoll - aber noch fehlen mir Vergleichspunkte. Das Rad gefällt mir damals sehr gut, nur mit Carbon hatte ich ein kleines Problem: "Vorsicht! Nicht das bike auf den Stein legen!". Das hat dann bei mir zur nachhaltigen Abneigung gegenüber diesem Werkstoff geführt Sad

2005 - Centurion Carbon

2007 auf der internal linkSüdtirolrunde und 2008 von internal linkChur an den Gardasee fahre ich mit dem fast gleichen bike - ein Centurion Backfire LRS, diesmal aber in Alu, das ich mir aufgrund der positiven Erfahrungen vom Vorjahr gekauft habe. Der Federweg des Dämpfers ist zwar stark beschränkt, aber meine Fahrtechnik auch und so fällt das kaum ins Gewicht. Dafür hilft eine gute Rockshox Recon Gabel (mit 130mm Federweg auf einer Stahlfeder), dass ich nicht allzuviele Stürze mache - und das trotz des Lenkwinkels von 69°. Meine Vorliebe für Shimano-Schaltungen und -Bremsen beginnt hier. Das Stanciu-roadbook wurde durch einen Garmin Edge ersetzt. Schwalbe Nobby Nic bringen mich ohne Platten an den Gardasee. Die Frage nach dem Luftdruck war damals noch nicht aktuell .... je voller desto besser rollt der Reifen.

2007 Centurion

2009 dann die erste internal linkRunde durch die Dolomiten - von Wörgl nach Bozen - immer noch auf meinem Centurion Backfire. Der Trend geht jetzt zu 6-Tages-Touren ... für den 7ten Tag sind wir schon zu schlapp! Die erste Runde mit wirklich anspruchvollen trails. Immer noch schlepp ich ~11kg mit mir im Rucksack rum - inklusive einer kompletten Video-Kamera! Dank der XC-orientierten Geometrie gehen 2 Flaschen an den Rahmen.

2009 Centurion

2010 dann der internal linkGrappaCross mit Jens und Gabi auf meinem neuen Scott Genius 40. Die Geometrie ist wieder ungewöhnlich - aber von den Fahreigenschaften für mich ein gewaltiger Sprung nach vorne. Mit dem Rad kann man richtig bergab fahren! Der Lenkwinkel liegt jetzt bei 68°. Nur mit der vielgelobten 150er Fox-Talas kann ich mich nicht so richtig anfreunden, aber dieses Problem sollte noch ein paar Jahre bestehen bleiben. Als Schaltung dient mir eine XT-Gruppe, bei den Bremsen hält eine Avid Elixir und 180/160er Scheiben ihren Einzug und ich setz mich auf dem SQlab-Sattel fest. Als Reifen setze ich weiter auf Schwalbe's Nobby Nic.

2010 Scott

2011 reicht die Zeit wieder für 2 lange Touren. Zuerst den internal linkSwissEnduroCross und dann eine Dolomitenrunde - diesmal internal linkdiesmal von Brixen an den Gardasee. Wieder geht es mit meinem Scott Genius in die Berge, diesmal mit versenkbarer Sattelstütze (kindshock). Zum ersten Mal bekommt das Wort "Fahrtechnik" etwas an Bedeutung. Im Vorfeld mach ich meinen erster Fahrtechnikkurs - aber noch ohne größeren Effekt. Daher dann auch der Umstieg von clicks auf flat pedals. Man steht jetzt "zentral" über dem Rad und sitzt nicht mehr auf dem Hinterrad. Zum ersten (und letzten) mal sind Protektoren mit dabei und man trägt jetzt baggy-shorts statt Lycra. Mittlerweile fahre ich immer mit Socken Wink aber am Ende mussten die Radlschuhe trotzdem im Gardasee versenkt werden.

2011 Scott

2012 dann eine Tour in anderer Zusammensetzung. Die Gruppe mit der ich Jahre lang gefahren bin, bricht auseinander. Dafür springt Benno ein und wir fahren den Klassiker von internal linkEhrwald an den Gardasee. Nur das bike bleibt noch dasselbe - das Scott Genius bringt mich zuverlässig ans Ziel. Zum ersten Mal gönne ich mir eine custom-Laufradsatz - tune-King/Kong Naben und ZTR-flow Felgen von notubes. Die Kehren werden enger und (statisches) "Hinterrad-hüpfen" wird jetzt zur geforderten Technik. Dynamisches Versetzen ist noch in weiter Entfernung. Die Video-Kamera ist mittlerweile einer GoPro gewichen und ich entdecke die Vorteile von Langfinger-Handschuhen.

2012 Scott

2013 im Frühjahr ein Experiment. Zusammen mit Kathrin fahren wir internal linkmit dem Tandem über die Via Claudia an den Gardasee. Mal ein ganz anderer Ansatz mit Gepäckträger und ohne große trails, aber sehr lustig!

TandemCross 2013

2013 dann die internal linkTour du Mont Blanc mit Benno - ein phantastische Runde! Zum Geburtstag hatte ich mir ein Liteville 301 gegönnt, ein wirklich schönes und sehr zuverlässiges Rad. Die erste Tour damals noch mit den neuen Hope-Bremsen - diesmal mit 203/180er Scheiben, man wird ja nicht leichter. Zum ersten Mal bin ich mit 2x-Schaltung unterwegs - XTR natürlich. Aber irgendwie vermisse ich die volle Bandbreite schon etwas (keuch!). Neu auch die Lenkerbreite - mittlerweile sind 660mm nicht mehr ungewöhnlich. "Radl-tragen" und rumplige trails kommen en-vogue was natürlich auch Einfluss auf die Komponenten hat. Flat pedals von Hope werden zum Standard und der Vorbau schrumpft zunächst auf 60mm - das kommt mir damals wahnsinnig kurz vor. Dafür steigert jetzt der Lenkwinkel von 67.5° das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Vorne rollt diesmal ein Hans Dampf - es gibt leider noch so verdammt wenig vernünftige 27.5" Reifen Sad mein erster Versuch mit schlauchlos war im Vorfeld gescheitert und ich fahre die todsichere Variante: Schlauch mit Milch! Luftdruck jetzt bei knapp über 1bar (vorne).

2013 Liteville

Nebenher hab ich mir im Winter noch ein 101fx aufgebaut. Leider muss ich das gute Stück schon bald wieder verkaufen, weil ich weder Platz zum einstellen noch Zeit zum fahren habe. Echt schade - das war ein wirklich schönes Rad!

101fx

2014 dann wieder mal eine internal linkDolomitenrunde - diesmal in klein - zusammen mit Benno und Jens. Mein Liteville bringt mich zuverlässig über die Pässe und ich trage es dafür im Gegenzug dafür auf so manchen Gipfel. Jetzt tut eine Shimano-XTR-Bremse zuverlässig ihren Dienst. Ich wieg mittlerweile zwar ein paar Kilo mehr, aber dafür hat mein Rucksack jetzt nur noch 6kg! Mittlerweile hat Onza sehr gute Reifen am Markt - die Ibex tun zuverlässig ihren Dienst. Auf den Spitzkehren in den Dolomiten kann ich das erste Mal mit dynamisch versetzten Kehren glänzen .. ok - auf den Kehren hätte man auch einfach fahren können Wink

2014 Liteville

2015 gab es keinen wirklichen Alpencross, sondern nur ein stark internal linkverlängertes Wochenende in den Dolomiten. Natürlich bin ich immer noch mit meinem Liteville unterwegs - mittlerweile alleine! Die kindshock-Stütze ist der Vecnum Movelock gewichen und der Vorbau misst mittlerweile nur noch 50mm. Auf der Suche nach abgelegenen Pfaden und nicht-ausgetretenen Weglein finde ich auf den Karten immer wildere Routen durch die Dolomiten. 500Hm Tragen sind da schon auch gerne mal mit dabei. Ich mag meine Fox Talas immer noch nicht. Die Satteltasche verschwindet, denn der verfügbare Federweg wird jetzt voll ausgenutzt. Bei den Reifen fahre ich wieder die Onza Ibex und das Wasser kommt mittlerweile aus der Trinkblase.

2015 Liteville

2016 - ein Farbwechsel steht an. Beim meinem Liteville kommt wieder ein custom-Laufradsatz drauf: diesmal ein breiter Ryde/acros-Laufradsatz in orange. Das hat dann natürlich Folgen für ein paar andere Komponenten - Kollateralschaden sozusagen. Für den neuen LRS spendiere ich die Bremsscheiben von trickstuff! Aus Blauäugigkeit montiere ich eine Kassette, die "halt noch rumliegt" und merke erst viele Anstiege später, dass meine offensichtliche Schluffheit nicht nur an der mangelnden Kondition, sondern auch an der Tatsache liegt, dass diese Kassette nur ein 28er-Ritzel hat Surprised aber egal - das Rad wird mittlerweile eh bergauf mehr getragen als gefahren, dafür lässt die Höhenmeterleistung insgesamt stark nach. Für einen AX reicht leider wieder mal die Zeit nicht, obwohl ich diesen Sommer mehr Radl-Tage habe, als die Jahre zuvor zusammen. Aus Interesse mache ich meinen zweiten Versuch mit tubeless - das klappt besser diesmal. Die Reifen sind jetzt - da es von Onza nix passendes in 26" tubeless gibt - wieder von Schwalbe: vorne MagicMarry, hinten NobbyNic. Mittlerweile fahr ich die auch gerne mal vorne mit nur 0.8bar. Endlich komme ich dazu, die ungeliebte Fox-Gabel gegen eine Rockshox Pike Solo Air 160 zu tauschen. Der Lenker wird nochmal breiter (700mm), der Trinkflaschenhalter fliegt dafür ganz raus. Je-mehr-Kehren-desto-besser ist jetzt das Motto.

2016 Liteville

2017 - als Winterprojekt hab ich mir diesmal den Umbau des Dämpfers vorgenommen: statt des originalen Fox CTD-Federbeins kam jetzt ein Rockshox Monarch Plus RC3 rein. Jetzt ist eigentlich nur noch das Tretlager/Kurbel/Kettenblatt übrig - dann sind alle Teile vom Originalaufbau einmal ausgetauscht. Bei den Reifen probiere ich jetzt wieder was Neues aus: MAxxis HighrollerII/Ardent sind jetzt auf den immer noch super zuverlässigen Felgen unterwegs. Mittlerweile bekomme ich die Reifen auch auf Anhieb dicht. Neue Felgenbänder und einem Airshot sei dank!

mal schaun wie es weiter geht Very Happy



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